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Welche Trends zeigen sich auf Unternehmensseite und für welche Herausforderungen sorgen sie?

Als eine der größten Herausforderungen für die Tourismus-Branche in der Zukunft gilt die stetig zunehmende Datenflut aus immer mehr verschiedenen Quellen. Das heißt, dass letztlich nicht nur die reine Menge an Daten zunimmt, sondern auch deren Komplexität.

Man denke zum Beispiel an die verschiedenen Social Media LogIns, mit denen Kunden ihre Daten an einen Reiseanbieter weitergeben können. Oder die Eingabe von Daten auf der Website oder die Weitergabe von Daten bei Buchungen am Telefon, bei der die Adresse richtig verstanden und dann auch richtig geschrieben werden muss. Experte Dr. Michael Toedt sieht im Aufstieg von Big Data keinen Trend mehr, sondern eine Revolution. Sie bietet den Unternehmen gleichzeitig massive Chancen und schwierige Herausforderungen. Die Masse an Daten zu kontrollieren, zu prüfen und nutzbar zu machen, wird die Kernaufgabe der Daten- und Analyseabteilungen in den Tourismusunternehmen sein. Nur so werden Unternehmen Teil der Revolution und fallen nicht hinter die Mitbewerber zurück.

Je mehr Daten im Unternehmen vorkommen, desto wichtiger ist darüber hinaus die Sicherung ihrer Qualität. Ab einer gewissen Menge ist es nicht mehr möglich, die Richtigkeit von Daten im Nachhinein sicherzustellen. Datenqualität muss proaktiv im Voraus bzw. bei der Erfassung von
Informationen gewährleistet sein. Auch hier gilt: Wer jetzt noch nicht die Voraussetzungen für ein leistungsfähiges Datenqualitätsmanagement aufgesetzt hat oder damit beginnt, riskiert zum einen, dass ihn die Konkurrenz abhängt und zum anderen, dass innerhalb des eigenen Unternehmens falsche strategische oder operative Handlungsempfehlungen generiert werden.

Fazit

Viele Unternehmen stecken im Bereich des Datenmanagements noch in der Findungsphase. Sie erweitern ihre Systeme und arbeiten daran, auf die hohe Flut an Informationen vorbereitet zu sein. Dabei ist das riesige Volumen an Marktinformationen und Kundendaten bereits vorhanden und mit ihm die Herausforderung des Datenmanagements.

Nur qualitativ hochwertige Daten können die Basis von wertvollen Informationen bilden, auf deren Grundlage gute Entscheidungen getroffen werden können. Darüber hinaus enthalten viele gespeicherte Daten hilfreiches Wissen über reale Personen, Angestellte, Kunden und Interessenten. Verantwortliche und Unternehmen müssen in die Qualität dieser Daten investieren. Nur so ist sicherzustellen, dass die Kommunikation optimal auf die Bedürfnisse von Kunden angepasst ist und ihnen geeignete sowie vollständige Informationen bereitstellt. Mit guten und aktuellen Daten erfüllen Unternehmen nicht nur die zahlreichen rechtliche Anforderungen und Bedingungen, sondern sind auch näher an ihren Kunden.

Organisationen und Unternehmen spüren die Anforderungen an ihre Datenqualität, die Komplexität und Herausforderungen beim Management, aber auch die sich daraus ergebenden Vorteile immer deutlicher. Durch die DSGVO wird die Regulierung der Daten gesetzlich vorgegeben. Auch dies können und müssen Unternehmen als Chance und Herausforderung sehen. Momentan handeln viele Hotels noch riskant, da sie die erforderlichen Maßnahmen zur Einhaltung der DSGVO noch nicht umgesetzt hätten, warnt Experte Dr. Michael Toedt. Dieses Verhalten sei vergleichbar mit dem Fahren ohne Führerschein.

Inzwischen können Unternehmen auf das Wissen und die Technologie etablierter Softwareanbietern sowie auf Best Practice-Beispiele zurückgreifen. Das erlaubt es Unternehmen, ihren Weg zu einer besseren Datenqualität so einfach und übergangslos wie
möglich zu gestalten.

Unternehmen erkennen immer häufiger den Wert der Informationen und registrieren allmählich, welche unternehmerischen Nachteile ihnen aus fehlerhaften, uneinheitlichen Datensätzen entstehen. Die Vorstellung von abstrakten Daten in Form von Bits and Bytes weicht dem zunehmenden Verständnis für deren immensen Wert für die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich der Customer Journey und sichern somit den Erfolg in einem stark umkämpften Wettbewerb.